Gemeinsam handeln

Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, langfristige Auswirkungen vorauszudenken, biologische und ökologische Kreisläufe zu verstehen und den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Sie wird nicht nur durch Vorschriften bestimmt, sondern auch durch einen wissenschaftsbasierten und werteorientierten Ansatz.

Von Nachhaltigkeit geleitet

Um Nachhaltigkeit als leitendes Prinzip in unsere Unternehmensstrategie zu integrieren, orientieren wir uns an den zwölf Leitlinien der deutschen Brancheninitiative Chemie³. Diese Leitlinien spiegeln zudem direkt oder indirekt die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen wider, darunter den Klima- und Ressourcenschutz, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, unternehmerische Umwelt- und Sozialstandards entlang der globalen Wertschöpfungskette sowie Maßnahmen gegen Kinder- und Zwangsarbeit.

Klimawandel

CLR ist sich seiner Verantwortung als produzierendes Unternehmen bewusst und hat sich zum Ziel gesetzt, die negativen Auswirkungen seiner Aktivitäten auf das Klima zu minimieren und so zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen.

Wir verpflichten uns daher:

  • kontinuierlich daran zu arbeiten, unseren Energiebedarf und unsere CO₂-Emissionen sowie sonstige Emissionen zu reduzieren – sowohl an unseren Produktionsstandorten als auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • unsere Treibhausgasbilanz regelmäßig extern verifizieren zu lassen (GHG Protokoll), als Basis für die Festlegung von reduktionszielen und Maßnahmen sowie zur Information unserer Anspruchsgruppen
  • unsere absoluten Treibhausgasemissionen der Scopes 1 und 2 bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2021 um 23 % zu reduzieren sowie unsere Scope-3-Emissionen zu messen und zu verringern.
  • 100 % erneuerbaren Strom und klimaneutrales Gas als Energieträger an allen Produktionsstandorten einzusetzen sowie vor Ort erzeugte elektrische Energie (Photovoltaik) zu nutzen.
  • den Verbrauch von Energie, Erdgas, Heizöl und Strom zu überwachen, zu steuern und nachhaltig zu managen.
  • zu regelmäßigen Messungen im Zusammenhang mit Luftverschmutzung aus unseren Verbrennungsprozessen, um Luftverschmutzung vorzubeugen.
  • unseren Ressourcenverbrauch nach Möglichkeit zu reduzieren und damit die Umweltauswirkungen aktiv zu minimieren sowie Abfälle zu überwachen und nachhaltig zu behandeln.

Wasser

Wasser ist essenziell für das Leben. Zunehmende Trockenperioden auf der einen Seite und Überschwemmungen auf der anderen Seite gefährden die Versorgung mit frischem Trinkwasser und beeinträchtigen den Anbau natürlicher Rohstoffe. Als produzierendes Unternehmen sind wir nicht nur auf die Verfügbarkeit von hochwertigem Süßwasser angewiesen, sondern sind uns auch unserer besonderen Verantwortung für den Schutz von Wasser als natürliche Ressource bewusst.

Aus diesem Grund verpflichten wir uns:

  • die Wasserqualität und -menge bei Entnahmen und Einleitungen zu überwachen, zu steuern und nachhaltig zu managen.
  • die Wassereffizienz an unseren Produktionsstandorten im Einklang mit der lokalen Wasserverfügbarkeit sowie den Bedürfnissen von Menschen und Umwelt zu verbessern.
  • den produktspezifischen Wasserbedarf in unseren Herstellungsprozessen bis Ende 2030 um 30 % zu reduzieren (Basisjahr 2017).
  • die Qualität des Abwassers zu verbessern, indem der Gehalt an nicht-fällbarem Phosphor (einschließlich Phosphonaten) bis Ende 2030 um mindestens 40 % reduziert wird (Basisjahr 2021).
  • die Einhaltung wasserbezogener gesetzlicher Vorschriften sowie freiwilliger Standards sicherzustellen.

Wälder und Biodiversität

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen ist CLR bestrebt, zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung natürlicher Ökosysteme und der Biodiversität auf allen relevanten Ebenen beizutragen. Wir setzen uns dafür ein, dass Wälder und andere natürliche Ökosysteme in unseren Lieferketten nicht auf nicht nachhaltige Weise genutzt werden, und beschaffen unsere natürlichen Rohstoffe – einschließlich solcher aus Wäldern – auf ethische Weise.

Wir verpflichten uns:

  • mit unseren Kunden, Lieferanten natürlicher Ressourcen und weiteren wichtigen Stakeholdern zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die natürlichen Ressourcen in unserem Portfolio nicht zur Abholzung oder Degradation beitragen und den gesetzlichen sowie ethischen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen.
  • relevante internationale Naturschutzvorschriften einzuhalten, wie das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt oder das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES), sowie die entsprechenden nationalen Gesetze in den Herkunftsländern.
  • die internationalen Arbeitsgrundsätze der Vereinten Nationen entlang unserer Wertschöpfungsketten zu fördern und einzuhalten (ILO).
  • Land, biologischen Ressourcen und ihrem kulturellen Erbe zu respektieren, einschließlich der Berücksichtigung von Zugangs- und Vorteilsausgleichsregelungen.
  • den Bezug von forstwirtschaftlichen Rohstoffen aus nachhaltigen Quellen gemäß anerkannten Standards wie dem RSPO, FSC und PEFC zu maximieren.
  • Rohstoffe auf Basis von Palmöl/ Palmkernöl in unseren Produkten durch equivalenten Ersatz aus alternativer Pflanzenquelle bis Ende 2035 zu substituieren.

Responsible Care

Responsible Care ist das globale Bekenntnis der chemischen Industrie zur sicheren Handhabung von Chemikalien über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg, während gleichzeitig ihre Rolle bei der Verbesserung der Lebensqualität und ihr Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung gefördert werden.

Als Unterzeichner der Responsible Care Global Charter verpflichten wir uns, die Responsible-Care-Initiative aktiv zu unterstützen und weltweit zu stärken.

Eine Unternehmenskultur zu fördern, die eine sichere Chemikalienhandhabung im Rahmen der globalen Responsible-Care-Initiative proaktiv unterstützt.

Menschen und Umwelt zu schützen, indem wir unsere Leistungen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit kontinuierlich verbessern, die Sicherheit unserer Anlagen, Prozesse und Technologien gewährleisten und die kontinuierliche Verbesserung der Produktsicherheit und verantwortungsvollen Handhabung von Chemikalien entlang der gesamten Lieferkette vorantreiben.

Systeme für das Chemikalienmanagement zu stärken, indem wir an der Entwicklung und Umsetzung lebenszyklusorientierter, wissenschaftlich fundierter und risikobasierter Vorschriften und Best Practices für die Chemikaliensicherheit mitwirken.

Unsere Geschäftspartner zu beeinflussen, damit sie in ihren eigenen Prozessen eine sichere Handhabung von Chemikalien fördern.

Den Dialog mit Stakeholdern zu führen, ihre Anliegen und Erwartungen an sichere Prozesse und Produkte zu verstehen und darauf zu reagieren sowie transparent über unsere Leistungen und Produkte zu kommunizieren.

Zur Nachhaltigkeit beizutragen durch verbesserte Leistungen, erweiterte wirtschaftliche Chancen sowie die Entwicklung innovativer Technologien und weiterer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen.

Science Based Targets Initiative

Die Science Based Targets Initiative (SBTi) fördert ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen im privaten Sektor, indem sie Unternehmen dabei unterstützt, wissenschaftsbasierte Ziele zur Reduzierung von Emissionen festzulegen. Anfang 2022 haben wir beschlossen, ein wissenschaftsbasiertes Ziel zu entwickeln, das mit einem Szenario der globalen Erwärmung deutlich unter 2°C im Einklang steht (vereinfachtes Validierungsverfahren für KMU). Unser Ziel wurde von der Science Based Targets Initiative bestätigt:

Wir verpflichten uns, unsere absoluten Treibhausgasemissionen der Scopes 1 und 2 bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2021 um 23 % zu reduzieren sowie unsere Scope-3-Emissionen zu messen und zu verringern.

Nachhaltigkeit in unseren Produkten

Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt sehr ernst und stellen sicher, dass unsere Wirkstoffe zur Entwicklung von Produkten beitragen, die nicht nur gut für den Verbraucher, sondern auch für unseren Planeten sind. Wir verfolgen einen ganzheitlichen und fundierten Ansatz für verantwortungsvolle Forschung. Unsere marktrelevanten neuen Produkte mit innovativen Anwendungskonzepten werden unter Berücksichtigung ihrer Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg entwickelt.

Natürliche Rohstoffe und aktive Prozesse bilden den Ausgangspunkt für unsere Produktentwicklungsinitiativen und sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Produkte. Technologisch setzen wir in hohem Maße auf innovative biotechnologische Verfahren. Wir suchen kontinuierlich nach neuen Wegen, um unsere Produkte so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, und konnten unseren Energieverbrauch in vielen Prozessen bereits reduzieren.

Nachhaltige Ansätze und Technologien für bessere Wirkstoffe

Fermentation

Wir führen Fermentationsprozesse mit verschiedenen Mikroorganismen durch, mit einem Fokus auf probiotische Bakterien und Algen. All diese Prozesse schonen natürliche Ressourcen.

Der Einsatz biotechnologischer Verfahren ermöglicht es uns, aus nur geringen Mengen an Rohstoffen hochwirksame Verbindungen für unsere Wirkstoffe zu gewinnen.

Postbiotika

Fermentation, Reinigung und Fragmentierung zur Herstellung der postbiotischen Lysate von CLR erfordern höchste Präzision und eine vollständige Kontrolle der Prozessparameter. Modernste Anlagen und hochqualifiziertes Produktionspersonal ermöglichen eine zielgerichtete und nachhaltige Produktion. Wir verfügen über mehr als 40 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet.

Entdecken Sie unsere postbiotischen Lysate:

CefiraProtect CLR™
G+C Complex CLR™
ProBioBalance CLR™ NP
ProRenew Complex CLR™
Repair Complex CLR™ PF

Algen

CutiGuard CLR™ basiert auf einer extremophilen Rotalge, Galdieria sulphuraria. Sie kommt natürlicherweise in heißen, vulkanischen Schwefelquellen unter extremen Bedingungen vor.

Wir schonen natürliche Ressourcen und kultivieren die Algen für CutiGuard CLR™ lokal und nachhaltig in Deutschland. Ein ausgeklügelter, äußerst effizienter und nachhaltiger Fermentationsprozess führt zu einem hochwirksamen hydrolysierten Extrakt aus Galdieria sulphuraria, der das Herzstück von CutiGuard CLR™ bildet.

Erfahren Sie mehr über CutiGuard CLR™

Upcycling

Etwa ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel – rund 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr – gehen verloren oder werden verschwendet. Im Sinne von Circular Beauty werden Lebensmittelabfälle genutzt, um umweltbewusste Kosmetikprodukte zu entwickeln. Im Einklang mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat CLR das große Potenzial der Verwertung von Nebenströmen erkannt.

AnnonaSense CLR™ wird aus Annona cherimola gewonnen, auch bekannt als Cherimoya, einer essbaren Frucht aus Südamerika. In Spanien wird die Cherimoya für die Lebensmittelindustrie angebaut. Da die Frucht jedoch sehr empfindlich ist, sind viele Exemplare nicht für den Verkauf geeignet und bleiben ungenutzt. In Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten nutzt CLR diese Ernteverluste, um einen hochwirksamen adaptogenen kosmetischen Wirkstoff herzustellen: AnnonaSense CLR™.

Erfahren Sie mehr über AnnonaSense CLR™.

Nachhaltige Entwicklung neuer Produkte

Wir entwickeln und produzieren innovative Wirkstoffe für die Kosmetikindustrie. Mit unseren neuen Leitlinien haben wir die Grundlage für eine nachhaltige Produktentwicklung geschaffen, die in unserem integrierten Managementsystem verankert ist.

In unseren Prozessen verwenden wir ausschließlich Rohstoffe natürlichen Ursprungs. Ausnahmen bilden Stoffe, die derzeit für die (mikrobiologische) Stabilisierung nicht ersetzbar sind und nur in geringen Konzentrationen (<5 %) eingesetzt werden. Zur Einordnung werden „grüne Standards“ wie COSMOS, NATRUE oder ISO 16128 herangezogen.

Die größtmögliche Verträglichkeit unserer Produkte für die Anwender (bestätigt durch In-vitro- und In-vivo-Studien) ist für uns ebenso wichtig wie deren Auswirkungen auf die Umwelt. Dazu gehören die Vermeidung von Kontaminationen mit ökotoxischen oder schwer abbaubaren Substanzen, ein bewusster Einsatz von Energieressourcen sowie die effiziente Nutzung von Wasser und Rohstoffen.

Für alle zukünftigen Neuproduktentwicklungen haben wir die folgenden Leitlinien festgelegt:

Rohstoffe
  • Verantwortungsvolle Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Einhaltung des Nagoya-Protokolls und der EU-Verordnung 511/2014
  • Keine Rohstoffe, die auf den Roten Listen von CITES oder der IUCN stehen
  • Keine Rohstoffe, die zu Entwaldung oder Monokulturen führen
  • Transparenz in der Lieferkette
Prozessentwicklung:
  • Optimierung des Energieverbrauchs
  • Minimierung der CO₂-Emissionen
  • Minimierung von Abfällen
Umwelt
  • Minimierung des Einsatzes und der Entwicklung ökotoxischer Stoffe
  • Maximale biologische Abbaubarkeit des Endprodukts